In diesem Jahr werden Pessach und Ostern zur selben Zeit gefeiert. Das ist ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen der Herkunft des Christentums aus dem Judentum und für die gemeinsamen Aufgaben, die vor uns liegen.
Liebe Gemeinden der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg,
in diesem Jahr werden Pessach und Ostern zur selben Zeit gefeiert. Das ist ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen der Herkunft des Christentums aus dem Judentum und für die gemeinsamen Aufgaben, die vor uns liegen. Verbunden dürfen wir uns fühlen, weil wir, wie es im diesjährigen Motto der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit heißt, „Schulter an Schulter“ stehen. Dieses aus dem Buch Zefanja entlehnte Wort zeugt von einer zukünftigen, aber auch sehr gegenwärtigen Vorstellung: Gemeinsam vor dem Ewigen, dem Einen zu stehen, der uns alle ins Dasein gerufen hat. So drückt sich auch die Herkunft der christlichen Tradition aus der jüdischen aus, denn wir teilen in unseren heiligen Schriften auch ebenjene Überlieferung des Propheten Zefanja. Er legt uns nahe, G“tt „mit reiner Lippe“ anzurufen, also in unseren jeweils unterschiedlichen liturgischen Traditionen, aber auch im G“ttesdienst an den Menschen und unserer irdischen Umwelt reinen Herzens und reinen Geistes vor den Ewigen zu treten und uns gemeinsam für die „Verbesserung der Welt“ (tikkun olam) oder „Sorge für das gemeinsame Haus“ einzusetzen. Mögen Ihnen die Feiertage Hoffnung und Freude schenken – wir wünschen den jüdischen Gemeinden „chag Pessach sameach“ und den christlichen Gemeinden frohe und gesegnete Ostertage!
Moshe Flomenmann Heike Springhart Stephan Burger Landesrabbiner Landesbischöfin Erzbischof