Abschied vom Gemeindezentrum Sonnenhof

- 22.07.2019 - 

Koffer packen um in den Urlaub zu fahren ist meist von Vorfreude geprägt.  Die Philippus-Gemeinde packte gestern einen ganz anderen Koffer: die liturgischen Gegenstände des Sakralraums wurden symbolisch in einen Koffer gepackt, die Gemeinde ist gestern aus dem Sakralraum ausgezogen:

Abschied tut weh. Das ist seit der Entscheidung das Gemeindezentrum auf dem Sonnenhof nicht mehr zu nutzen zu spüren. Dieser Abschiedsschmerz prägte auch den letzten Sonntags-Gottesdienst im  Gemeindezentrum Sonnenhof.
Beim Abschied gab es natürlich auch einen Rückblick vom Bau des Gebäudes bis in die Gegenwart. Dankbarkeit für alles, was in diesen Räumen möglich war, mischte sich immer wieder mit Wehmut.
Das Gemeindezentrum wird in der bisherigen Form aufgegeben, es soll aber auch in Zukunft einen kirchlichen Standort im Sozialraum Sonnenhof-Sonnenberg geben. Für viele war es schwierig das "Alte" aufzugeben, ohne konkret zu wissen, was das "Neue" sein wird. Lösungen hierfür zu finden ist seit der Fusion nicht mehr nur alleinige Aufgabe der "Sonnenhöfler", sondern wird von der gesamten Philippus-Gemeinde mitgetragen.
Besonderer Dank geht hierbei auch an die katholische Nachbargemeinde Liebfrauen, die ihre Liebfrauenkirche für evangelische Gottesdienste zur Verfügung stellt. Gemeindegruppen werden teilweise in der Bruder-Klaus Begegnungsstätte oder im Haus Schauinsland stattfinden können, so dass in der Übergangszeit auch auf dem Gebiet Sonnenhof-Sonnenberg Angebote der Philippus-Gemeinde stattfinden können. Auch hierfür herzlichen Dank!
Nach dem Gottesdienst konnten die Gemeinde noch einmal gemeinsam im Gemeindezentrum zusammensitzen, bei Essen und Getränken Erinnerungen teilen - und beim Flohmarkt auch ein kleines Erinnerungsstück mitnehmen.
Bauarbeiten Gemeindezentrum Sonnenhof
Einzug in den damals neuen Gottesdienstraum
viele Veranstaltungen und Gruppen hatten hier ihre Heimat
Viel wurde gemeinsam bewegt, engagierte Menschen, die sich nicht nur um die eigene Gemeinde, sondern auch für das Miteinander im Stadtteil einsetzen - früher für die Integration der "Umsiedler" wie es damals hieß, heute für Asylsuchende, die in der Nachbarschaft untergebracht sind.
Älteste und Hauptamtliche der Philippus-Gemeinde: im großen Team Gemeinde gestalten