Interkultureller Gottesdienst
- 28.09.2020 -
Verschiedene Gemeinden, verschiedene Sprachen, ein gemeinsamer Gottesdienst: im Rahmen der interkulturellen Woche wurde gestern gemeinsam gefeiert: Neue Anfänge - gemeinsam leben - gemeinsam wachsen:
Verschiedene Stimmen zum Motto des Gottesdienstes:
Nach der Flucht aus dem Iran in Pforzheim angekommen, zuerst alleine mit einem Kind, der Rest der Familie weiterhin in Gefahr. Unsicherheit: dürfen wir bleiben? Kein Sprachkurs. "Ich habe oft geweint. Gott wo bist du?" Aber auch Hilfe und nach einiger Zeit die Gewissheit "wir sind Gottes Kinder geworden. Ich schrie zum Herrn in der Not, und er hat mich erhört. Psalm 120,1".
Neue Anfänge so etwas wie mein Lebensmotto zwischen Schule und Studium mitten in der Coronazeit. Jede Entscheidung hat Auswirkungen auf mein Leben. Ich darf keine Fehler machen. Bei allen Neu-Anfängen ist eine Konstante im Leben wichtig. In meinem Leben ist das Gott.
Neue Anfänge, gemeinsam leben, gemeinsam wachsen könnte auch das Motto der Genossenschaft Alter Schlachthof sein. Auf dem Gelände des Alten Schlachthofes soll etwas Neues entstehen, neue Anfänge mit Erhalt und Neubau. Gewerbe und Wohnen soll Kunst und Kultur tragen. Gemeinsam etwas aufbauen, hier an diesem Ort.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Jesaja 43,19: „Ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde."
Worte für Menschen, die ihre Heimat verloren hatten, das Volk Israel im Exil. Prophetische Worte. Gott lässt euch nicht im Stich. Er ist auf eurer Seite. Schaut genau hin, das Neue ist schon da.
Worte für uns mit unserer Sehnsucht nach einem guten Leben für alle. Schaut genau hin. Gott bahnt euch den Weg, gehen könnt ihr ihn nur gemeinsam.
Mitten in der Natur zwischen den Hochbeeten auf dem Gelände des Alten Schlachthofs wird schnell klar: wachsen geht nicht auf Kosten der Natur. Wie ernähre ich mich? Wie bewege ich mich fort? Engagieren wir uns gemeinsam für Menschen deren Böden für uns zerstört wurden?
In unterschiedlichen Sprachen und doch gemeinsam auf Gottes Wort hören, gemeinsam beten.
Und auch Singen ist international: Gott ist gut,
singen mit der arabisch-biblischen Gemeinde
Siyou Isabelle Ngnoubamdjum
Jonas Gerlich und Lars Quincke.
Auch der "Gefangenenchor" ist dabei und gibt denen eine Stimme, die viel zu oft nicht zu hören sind.
Die interkulturelle Woche geht noch weiter, das Programm finden Sie hier.









