Naturkita Rennbachweg
- 19.10.2020 -
Das Kita-Team nahm die Gottesdienstbesucher*innen mit auf einen Gottesdienststationenweg quer durch den Garten. Jeder Kita-Tag beginnt hier im Sitzkreis: im Garten angekommen nutzen die Kinder hier ihre Sinne: was höre ich? was sehe ich? was rieche ich? was fühle ich? ist es warm? kalt? laut? leise? bunt? grau?
Viele Bäume sind schon abgeerntet, die Besucher*innen dürfen Äpfel mit guten Wünschen beschriften und in einen alten Apfelbaum hängen (einige Wünsche s.u.)
"Es braucht ein ganzes Dorf, um Kinder zu erziehen". Eutingens Ortsvorsteher Andreas Renner freut sich, dass es gelungen ist eine solche Gemeinschaft zu schaffen. Er dankte allen, die dazu beigetragen haben und wünscht den Kindern eine "tolle, unvergessliche Zeit".
Sina Reiling-Mehler (Abteilungsleitung Kita) hatte Geschenke dabei: auf einer großen Slackline können die Kinder ab nächster Woche zwischen den Bäumen balancieren.
Ab 7.30 Uhr treffen sich die Kinder am Sammelplatz. Um 7.45 Uhr laufen die Kinder los - der Weg zur Kita dauert lange, aber schon auf dem Weg kann man die Veränderungen in der Natur beobachten. Um 8.30 Uhr beginnt dann der Morgenkreis.
Von 8.45 – 10.30 Uhr haben die Kinder Freispielzeit: In dieser Zeit haben die Kinder die Möglichkeit zu spielen, sie suchen aus, was, mit wem und wo sie spielen möchten, Möglichkeiten gibt es dazu auf dem 5600 Quadratmeter großen Grundstück mehr als genug:
11.00 -12.00 Uhr Projekte und Angebote: Nun werden verschiedene Projekte angeboten. Hier ist z. B. das Anpflanzen, Pflegen und Verarbeiten von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten möglich; Maxitreff oder von den Kindern gewählte Interessensbereiche.
Seit dem 1. September dürfen die Kinder der früherern Kita Pusteblume "ihren" Garten als Naturkita nutzen. Gestern feierten Eltern und Kinder die Eröffnung. Da wegen Corona nicht viele mitfeiern konnten, zeigen wir hier viele Kita-Bilder, damit Sie sich hier ein Bild über die Arbeit der Naturkita Rennbachweg machen können. Zur Zeit sind 13 Plätze belegt - die Naturkita hat also noch Platz für 7 neue Kinder.

Andrea Emmendörfer (Leiterin der Kita) freut sich, dass die Kita nun betriebsbereit ist: "Ich bin dankbar, dass alles geklappt hat. Ich bin dankbar für das Team, das ist so ein Segen!" Dank gab es auch für den Diakonieverein Eutingen: in den vergangenen Jahren, als der Garten zusätzlich zum Kitagelände genutzt wurde, hatte der Diakonieverein die Pacht übernommen. Für das neue Kita-Jahr geht die Unterstützung weiter: der Diakonieverein übernimmt einige Neuanschaffungen.


Beim Gottesdienst dürfen auch die Besucher*innen mitmachen.

Auf dem Gelände der Kita stehen ca. 40 Obstbäume - klar, dass auch die Predigt mit Obstbäumen zu tun hat...


Nach dem Aufhängen der Papieräfpel durften alle auch einen echten Apfel pflücken: die Kinder haben extra für den Gottesdienst einen Apfelbaum noch nicht abgeerntet.


Ein Tag in der Kita:








10.30- 11.00 Uhr Frühstück: Vor dem Essen waschen alle die Hände. Hierfür wird biologisch abbaubare Seife und Wasser in Kanistern zu Verfügung gestellt. Zum Händeabtrocknen bringt jedes Kind ein kleines Handtuch von zu Hause mit. Einmalhandtücher stehen zur Verfügung.

Das Essen findet je nach Wetter im Freien oder in der Hütte statt.


In den letzten Wochen wurde z.B. immer wieder eigener Apfelsaft hergestellt: Äpfel plücken, waschen, schneiden, pressen, abfüllen - und natürlich dann auch genießen!


Auch Werkprojekte können umgesetzt werden...
12.00 – 12.45 Uhr weitere Freispielzeit, die mit dem Abschlusskreis endet:

Im Garten gibt es dabei je nach Jahreszeit immer wieder neues zu entdecken: sind Kirschen, Zwetschgen, Brombeeren, Himbeeren, Birnen, Äpfel... reif? Sind Äpfel wirklich rund?

Finden wir noch Nüsse?

Im Herbst ändern sich die Farben besonders schnell: grüne Blätter, gelbe Blätter, rote Blätter, braune Blätter,...

Aber auch im Frühjahr und Sommer ist es bunt: wo gestern noch alles grün war, ist heute vielleicht schon eine lila Blüte zu sehen.

oder gelbe Blüten

Blüten, die wie Sterne aussehen

auch die Bäume verändern sich: Blüten, kleine Früchte, die größer werden, die Farbe verändern...

Manche Früchte sind keine Nahrung für Menschen, aber für Tiere.

Die essen auch gerne die Früchte, die auf den Boden gefallen sind und die wir nicht mehr essen wollen.

Manche Tiere verstecken sich, wenn die Kinder im Garten sind, aber man kann ihre Spuren entdecken. Wer hier wohl wohnt?

Und wer hat hier heute Nacht gearbeitet? Perfekter Regenwurmdünger für Pflanzen.

Hier war ein größeres Tier unterwegs: vom Maulwurf frisch fein zerkrümelte Erde ist perfekte kostenlose Aussaaterde im Frühjahr...

Auch nach einem trockenen Sommer sind nach einem Herbstregen plötzlich Pilze zu entdecken.

In der Hütte gibt es Bücher und Spiele. Wenn es richtig kalt und nass ist, können sich hier auch alle aufwärmen.

Natürlich gibt es auch Toiletten

und alles, was sonst noch für die Sicherheit einer Kita wichtig ist.

Von 12.45 – 13.15 Uhr laufen alle zurück zum Sammelplatz und werden dort von ihren Eltern abgeholt.
Wünsche der Gottesdienstbesucher*innen für die Naturkita Rennbachweg:








Wir schließen uns den vielen guten Wünschen und dem Dank an: Gottes Segen für alle Kinder, Erzieher*innen, Kooperationspartner und Unterstützer*innen!
