Pfarrer Wolfgang Max wurde gleich 3x verabschiedet: zwei Mal in kleiner Runde in den beiden Klinikkapellen und einmal in einem Zoom-Gottesdienst:
"Ich staune, manche hab ich schon ganz lange nicht mehr gesehen", sagte Wolfgang Max vor Beginn des Gottesdienstes: Der Abschied war nicht "nur" ein Abschied von der Klinikseelsorge in Pforzheim, sondern der Abschied in den Ruhestand.
Aus Ittersbach, aus Sachsenflur, aus Pforzheim, aus München, St. Utensee, von unterwegs aus aus dem Zug, aus Helmsheim, aus Dainbach und vielen weiteren Orten waren ca. 120 Menschen zusammengekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Neben Esther Philipps als Dekaninstellvertreterin, wirkten auch Ruth Nakathenus und Klaus Zimmermann, Konventsältester des Konvents Oberrhein der Evang. Michaelsbruderschaft in der Liturgie mit.
Grüße kamen von Theo Berggötz als Vorsitzender des Konvents Klinikseelsorge und aus Dainbach, wo Wolfgang Max bis 1993 Pfarrer war: von Gisela Faulhaber, Vorsitzende des Kirchengemeinderats und von Elke Appel, die auf der Ehrlich-Orgel von 1739 spielte.
Das Grußwort von Jochen Schneider, Oberarzt im Helios stellvertretend für die Mitarbeitenden und Patient*innen wurde ein Dankeschönwort: "Danke für die Betreuung unserer schwerkranken Patienten und der Familien. Danke für die Mitwirkung und Etablierung des Ethikkommittees und Palliativstation. Dank für deine Seelsorge, die immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hast. Danke für deine starke Meinung, die du eingebracht hast."
Sabine Karst-Streib, Leiterin der Abteilung Seelsorge im Oberkirchenrat und Direktorin des Zentrums für Seelsorge nannte in ihrem Grußwort ein paar Schlaglichter aus seinem Dienst in den letzten 15 Jahren im Helios-Klinikium: Seelsorger vom Kreissaal bis zur Palliativstation - vom Anfang bis Ende des Lebens. Herz, Trost und Beistand gebracht in schweren Situationen. Herzensgebet, Meditation. Seelsorger im Schutzanzug in der Klinik, um Patienten weiterhin nahe sein zu können. Runder Tisch Trauer, Beirat Hospiz, Gottesdienste gehalten, Ehrenamtliche ausbilden und vieles mehr. Dank richtete sie nicht nur an Wolfgang Max, sondern auch an Annegret Max, die Gottesdienste als Mesnerin und Organistin mitgestaltet hat.
Marie-Kristin Fichtner und ihr Mann Steffen gestalteten die Musik im Gottesdienst mit Klavier und Gesang. Weitere musikalische Beiträge kamen von Kai Portolano, der viele Gottesdienste im Helios mit siner Gitarre begleitet hat und den Abiturienden des Windsbacher Knabenchors unter der Leitung von Martin Lehmann
In seiner Predigt erzählte Wolfgang Max die Geschichte "Die Kerze" von Leo Tolstoi, die ihn seit seiner Schulzeit Geschichte begleitet: Eine Kerze, die nicht erlischt. Sie ist befestigt am Pflug dessen, der als Leibeigender gezwungen wird am Ostersonntag das Feld zu pflügen. Er pflügt das Feld und singt Osterlieder. Licht und Lieder leuchten in ihm und durch ihn hindurch.
Jubilate - dieser Sonntag stellt Verbindung her zwischen Erwachen der Natur und der Auferstehung Christi. In Christus ist das Leben da, er öffnet und gestaltet den Weg. Aus Wankelmut macht er Wandelmut.
Viele Wegbegleiter*innen waren gekommen und sie haben aufgeschrieben, an was sie denken, wenn sie an Wolfgang Max denken:
Wir danken Dir für alles Wirken in unserem Kirchenbezirk und wünschen Dir Gottes Segen für Deinen neuen Lebensabschnitt!