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Gerettete und ihre Retter*innen
- 29.04.2021 -
6500 jüdische Menschen aus Bden, der Pfalz und dem Saarland wurden nach Gurs verschleppt, darunter 560 Kinder. Von diesen haben 409 Kinder überlebt.
Brigitte und Gerhard Brändle haben nun eine Dokumentation über die geretteten Kinder und ihre Retter*innen erstellt:
"Die Vorgeschichte der Deportation ab 1933 wird aus der Sicht der Kinder dargestellt, ebenso die Situation im Lager Gurs, wobei der Schwerpunkt auf der Tätigkeit von Hilfsorganisationen liegt.
Darauf folgt ein Überblick über die 1941 beginnenden Aktivitäten zur Rettung der Kinder (...)." Danach folgen Biografien der Geretteten und ihrer Retter*innen.
Menschen retten - für Brigitte und Gerhard Brändle, die sich in dieser Dokumentation mit den Kindern und ihren Retter*innne in den 1940er Jahren beschäftigt haben, haben die damaligen Geschehnisse eine bedrückende Aktualität: die Schweizer Behörden hatten bis 1943 die Flüchtenden als "Wirtschaftsflüchtlinge" verunglimpft, Fluchthelfer wurden als "Schlepper" bezeichnet (1942, Heinrich Rothmund, Chef der Schweizerischen Fremdenpolizei), 32 demokratische Staaten sagten 1938 "wir können niemand aufnehmen". Aber es gab auch Menschen und Organisationen, die Vertriebenen und Flüchtenden geholfen haben: sie können heute Vorbild sein.
Die Dokumentation kann auf der Webseite der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden heruntergeladen werden.
