Seenotrettung - eine Aufgabe der Kirche?

- 15.10.2021 - 

Seit 2014 sind mehr als 22.000 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken. Das wollten viele Menschen nicht einfach tatenlos mitansehen und haben sich zusammengeschlossen, um Menschen aus Seenot retten. Entstanden ist das ein Bündnis hunderter Organisationen: United for rescue (vereint um zu retten). Das Bündnis setzt sich öffentlich für Seenotrettung und sichere Fluchtwege ein.  

Beim Evang. Kirchentag 2019 in Dortmund wurde das Thema Seenotrettung an vielen Stellen diskutiert und eine Resolution verabschiedet, mit der Aufforderung an die EKD (Evang. Kirche Deutschland) ein eigenes Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer zu schicken.
Bei der Predigt im Abschlussgottesdienst sagte Pfarrerin Sandra Bils "Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt."
Ein eigenes Schiff wurde nicht geschickt, aber ein Verein (United4rescue - gemeinsam retten e.V.) gegründet, der es ermöglicht ein Schiff zu finanzieren. Viele Kirchen und Gemeinden sind Bündnispartner und unterstützen damit die Aufgabe der Seenotrettung: "Man lässt keine Menschen ertrinken."
Neben der finanziellen Unterstützung gibt es viele Informationsveranstaltungen, politische Gespräche,Demonstrationen,  Gottesdienste, uvm. zur Seenotrettung im Mittelmeer, bei denen auch Gemeinden beteiligt sind.
Dieses Engagement von Gemeinden hat auch zu Kritik geführt. Hinter vielen der kritischen Anmerkungen steht die Frage: Ist Seenotrettung eine Aufgabe der Kirche?
 
Diese Frage steht auch im Mittelpunkt des Reformationsgespräches am 31. Oktober um 17.00 Uhr in der Stadtkirche. Im Gespräch sind Dekan Dr. Christoph Glimpel und Dekanin Christiane Quincke mit Constanze Broelemann.
Constanze Broelemann ist Journalistin und Pfarrerin. Sie war bei einem Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer an Bord der SeaWatch4 und hat für evangelisch.de und reformiert.info "Seenotizen" veröffentlich.
Moderiert wird das Reformationsgespräch von Dr. Marc Witzenbacher, Leiter des Koordinirungsbüros der Vollversammlung des Rates der Ökumenischen Kirchen 2022.
Fragen des Publikums können während der Veranstaltung über Claudius Schillinger (Öffentlichkeitsarbeitsreferent Kirchenbezirk Badischer Enzkreis) eingebracht werden.
Die musikalische Gestaltung übernehmen die Solisten des Bezirksbläserchores unter der Leitung von Axel Pfrommer und ein Projektchor aus Chorleiter*innen der beiden Kirchenbezirke, unter der Leitung von Wolfgang Bürck und Susanne Fuierer.
 
Nach dem Reformationsgespräch gibt es einen kleinen Empfang, bei dem die Besucher*innen auch miteinander ins Gespräch kommen können.
"Corona-Hinweis": Die Teilnahme am Reformationsgespräch ist nach der zur Zeit gültigen Corona-Verordnung nur mit "3-G-Nachweis" möglich.
Die Vorabanmeldung war bis 31.10. 14.00 Uhr möglich. Sie können ohne Anmeldung kommen, wir gehen davon  aus, dass es ausreichend Platz für alle gibt. Wir bitten Sie am Eingang um etwas Geduld, da wir bei allen ohne vorherige Anmeldung die Kontaktdaten erfassen müssen.
 
Außerdem wird  die Ausstellung der Stiftung des Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrums zu sehen sein: "Grenzenlose Menschlichkeit - Man lässt keine Menschen ertrinken.Punkt"
In der Stadtkirche Pforzheim:
30. Oktober 12.00-14.00 Uhr
31. Oktober nach dem Reformationsgespräch  bis ca. 19.30 Uhr
6. November 12.00-14.00 Uhr
7. November 11.00-12.30 Uhr
 
Anschließend ist die Ausstellung in der Andreaskirche in Dietlingen (Östliche Friedrichstraße 3) zu sehen:
9. -17. November 8.00-18.00 Uhr