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Jubiläum 50 Jahre Religionspädagogische Medienstelle
- 03.08.2022 -
Verabschiedung Schuldekanin Katharina Vetter
Den Festvortrag zum Jubiläum der Religionspädagogischen Medienstelle hielt Dr. Michael Blume.
Er spannte einen weiten Bogen von Sem, Noahs Sohn, in dessen Tradition es wichtig ist, dass alle lesen lernen können bis in die heutige Welt der digitalen Medien.
Es sind in unserer Tradition Medien, die uns religiöse Erfahrung ermöglichen ("Schriftreligion").
Medien könnten das edelste im Menschen wecken, aber auch das Übelste. Die Macht der Medien werde immer wieder unterschätzt: in der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus setzten die Demokraten auf das traditionelle gedruckte Wort, während die Nazis Radio und Film nutzten. Medien sind mächtig, deshalb sei Medienpädagogik eine wichtige Aufgabe. Blume rief dazu auf, die Macht der Medien nicht denen zu überlassen, die Dualismus predigen und damit zu Radikalisierung und Spaltung führen.
Katharina Vetter und Georg Hauser blickten zurück auf 50 Jahre: Beginn in der Hohenzollernstraße in den Räumen des Jugendwerkes (das auch die ersten Medien gespendet hatte).
1972 Umzug ins Melanchthonhaus
1975 wurde die Medienstelle eine ökumenische Einrichtung, das IRP (Institut für Religionspädagogik) gibt seit dem wichtige finanzielle, fachliche und personelle Unterstützung. Dass es große ökumenische Überschneidungen gibt, zeigt sich ganz praktisch z.B. auch an Medienvorschlägen, die vom katholischen IRP und vom evangelischen RPI (Religionspädagogisches Institut) kommen, sind heute nicht selten.
Beim 25jährigen Jubiläum hatte die Medienstelle einen Bestand von 10.000 Büchern und 2800 AV-Medien, mit 4000 Ausleihen pro Jahr.
2005 Umzug ins Herrmann-Maas-Haus
2022 Umzug ins Haus der Evangelischen Kirche
Dr. Maria Jakobs (Direktorin IRP) und Dr. Uwe Hauser (Direktor RPI) sprachen in ihrem Grußwort nicht von 50 Jahren Medienstelle, sondern gleich von 500 Jahren Medienstelle in Pforzheim: schon Reuchlin war es wichtig, dass seine Bibliothek eine Bleibe bekomme, in der jedermann, der lesen kann Zugang zu seine 80 Schriften hat.
Eine evangelische Schuldekanin, die in einer katholischen Kirche verabschiedet wird: ein starkes Zeichen für die ökumenische Zusammenarbeit, die Katharina Vetter ein Herzensanliegen ist.






