Neuigkeiten zur Indienreise...
- 13.01.2023 -
Alle, die die Situation in Indien kennen, versicherten uns jedoch, dass wir uns keine Sorgen machen müssten. Allerdings war es wichtig, dass wir beim Visumsantrag nichts verheimlichen und außerdem einen richtigen Antrag stellen: also nicht nur ein E-Visum. Also füllten wir akkurat aus, schickten jede*r einzeln unsere Unterlagen samt Pass Ende November nach München zum Generalkonsulat, überwiesen die Bearbeitungsgebühr etc.. Normalerweise dauert der Vorgang nicht mehr als 10-14 Tage. Die Zeit hätte also gut gereicht. Nach 10 Tagen erhielt eine von uns ihr Visum. Aber niemand sonst...
Wir versuchten vergeblich Kontakt aufzunehmen: ans Telefon ging niemand ran, per Mail kam nur eine automatische Antwort.
Wir und unsere indischen Partner wurden immer unruhiger und fragten nach und fragten nach und fragten nach. Nichts passierte. Es hieß nur: wir warten auf Einreisegenehmigung aus Indien. Ende Dezember dann die Bestätigung unserer Befürchtungen: Das bereits zugestelltes Visum wurde zurückgezogen. Begründung: sie sei ja auch Mitglied der "christlichen" Reisegruppe, die eben noch keine Einreisegenehmigung vom Ministerium hätte.
...leider keine guten Nachrichten
Eigentlich wollten wir vom 5.-16.1. unsere Partnerkirche, die Diözese Coimbatore unter der Leitung von Bishop Timothy, besuchen - endlich nach unserem letzten Besuch vor 7 Jahren. 10 Tage interessantes Programm mit Besuch der Schule in Padanthorei, die wir seit Jahrzehnten mit Hilfe von Patenschaften unterstützen, Besuch im Haus für behinderte Frauen Keremehas, dessen Aufbau ebenfalls von uns unterstützt wird, und Besuch des Krankenhauses in Erode. Außerdem wollten wir eine Kita besuchen, die Kolleg*innen treffen, mit den Menschen ins Gespräch kommen, Gottesdienste feiern und sogar am Anfang an der großen Synode der CSI teilnehmen.
Eine Gruppe von 8 hochinteressierten Menschen (Christiane Quincke, Christian Goßweiler, Marily Fenton, Sebastian Moog, Verena Socha, Almut Hundhausen-Hübsch, Heidi Schwarz, Stephen Lakkis und Bettina Fuhrmann (EOK)) hatte sich mit großer Vorfreude darauf vorbereitet.
Leider konnten wir aber alle nicht fliegen!
Grund: Wir haben kein Visum bekommen!
Wir wurden bereits Ende Oktober stutzig, als eine kirchliche Delegation aus der Provinz Assam frühzeitig ausreisen musste (inklusive Strafzahlung von 500 Doller pro Person!) - mit dem Vorwurf der verdeckten Missionierung.
Alle, die die Situation in Indien kennen, versicherten uns jedoch, dass wir uns keine Sorgen machen müssten. Allerdings war es wichtig, dass wir beim Visumsantrag nichts verheimlichen und außerdem einen richtigen Antrag stellen: also nicht nur ein E-Visum. Also füllten wir akkurat aus, schickten jede*r einzeln unsere Unterlagen samt Pass Ende November nach München zum Generalkonsulat, überwiesen die Bearbeitungsgebühr etc.. Normalerweise dauert der Vorgang nicht mehr als 10-14 Tage. Die Zeit hätte also gut gereicht. Nach 10 Tagen erhielt eine von uns ihr Visum. Aber niemand sonst...
Wir versuchten vergeblich Kontakt aufzunehmen: ans Telefon ging niemand ran, per Mail kam nur eine automatische Antwort.
Immerhin erhielten wir die Bestätigung, dass alles korrekt eingegangen sei.
Wir und unsere indischen Partner wurden immer unruhiger und fragten nach und fragten nach und fragten nach. Nichts passierte. Es hieß nur: wir warten auf Einreisegenehmigung aus Indien. Ende Dezember dann die Bestätigung unserer Befürchtungen: Das bereits zugestelltes Visum wurde zurückgezogen. Begründung: sie sei ja auch Mitglied der "christlichen" Reisegruppe, die eben noch keine Einreisegenehmigung vom Ministerium hätte.
Wir hofften noch auf ein Wunder, weil Timothy alles mögliche in Indien versuchte. Aber als bis Montag mittags nichts passiert war, mussten wir unsere Anträge zurückziehen und unsere Flüge stornieren.
Für uns ist das ein skandalöser Vorgang, der gründlich untersucht werden muss. Ich will unseren indischen Freunden und Freundinnen aber keinen Ärger bereiten. Deshalb wollen wir erstmal herausfinden, was da wirklich passiert ist.
Ich glaube allerdings nicht, dass wir zu spät dran waren (zeigt ja auch, dass ein Visum nach 10 Tagen da war).
Aber offensichtlich werden international-christliche Begegnungen in Indien immer schwerer gemacht. Dies zeigen auch Berichte aus anderen Kirchenbezirken der EKD.
Wir werden den Besuch nachholen. Ein neuer Termin muss gefunden werden. Aber natürlich sind wir und unsere indischen Gastgeber*innen erstmal sehr enttäuscht. Und tief betroffen. Wir hatten uns riesig aufeinander gefreut!
Bitte betet für unsere indischen Geschwister und für unsere Partnerschaft.
Dekanin Christiane Quincke