Neue Landessynodale gewählt

- 16.03.2026 - 

Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Pforzheim tagt erstmals 2026

Gert Hager und Olga Roth heißen die neu gewählten Landessynodalen, die die Pforzheimer Stadtsynode nach Karlsruhe entsendet.

Gert Hager und Olga Roth heißen die neu gewählten Landessynodalen, die die Pforzheimer Stadtsynode nach Karlsruhe entsendet. In geheimer Wahl unter Regie des Synodenvorsitzenden Dietrich Pilz, konnte sich gestern Abend Pfarrerin Olga Roth gegen die bisherige ordinierte Landessynodale Ruth Nakatenus, Pfarrerin im Ruhestand, durchsetzen. Olga Roth erhielt von 37 Synodalen im Haus der Evangelischen Kirche 21 Stimmen, Ruth Nakatenus 16 Stimmen. Als einziger ehrenamtlicher Bewerber wurde Gert Hager mit 34 abgegebenen Stimmen gewählt. Die 37 stimmberechtigten Synodalen hatten jeweils zwei Stimmen zur Verfügung. Grundsätzlich muss mindestens ein Ehrenamtlicher und darf nur maximal ein Hauptamtlicher in die Landessynode entsendet werden. Zuvor hatte Olga Roth in ihrer Bewerbungsrede betont, wie sehr sie dafür brenne „Zukunft in und für die Kirche zu gestalten“. Die Pfarrerin im Team zusammen wachsen, das sich vor allem an Kinder und deren Bezugspersonen richtet, sagte, ihr sei eine Kirche wichtig, „an der alle teilhaben. Ich möchte in einer Kirche arbeiten, die neue Wege baut und etwas gestaltet, was wachsen kann.“ Der frühere OB Gert Hager hatte seine Freude an der Arbeit als Landessynodaler, aber auch die Dringlichkeit der Aufgaben betont: „Kirche ist wichtig, sie muss nach außen getragen werden.“
„Ich hätte am liebsten alle drei gewählt“, sagte Dekanin Christiane Quincke nach der Wahl und dankte Ruth Nakatenus für ihr besonderes Engagement. „Du hast für uns die stadtkirchlichen Interessen und innovativen Wege in der Landessynode vertreten und hattest dabei auch immer die gesamte Kirche im Blick“.  Ruth Nakatenus, die vor 4 Jahren als Ersatz für die heutige Landesbischöfin Heike Springhart in die Landessynode nachgerückt war, bleibt dem Kirchenbezirk aber in vielen Funktionen erhalten: unter anderem im Rat der Religionen, als Vorstandssprecherin der Telefonseelsorge Nordschwarzwald und als Pfarrerin.
Für sechs Jahre werden die Landessynodalen Hager und Roth die Interessen des Pforzheimer Stadtkirchenbezirks vertreten, die landeskirchlichen Herausforderungen gestalten und unter anderem die großen geplanten Sparmaßnahmen der Evangelischen Landeskirche in Baden mittragen. Zum Transformations- und Reduktionsprozess ekiba 2032 gehört auch der Zusammenschluss der badischen Versorgungszentren in drei Dienstleistungszentren (DLZ). Das DLZ Mitte in dem auch die Pforzheimer Evangelische Kirchenverwaltung (EKV) aufgehen wird, startet zum 1. Januar 2027. Kai Tröger-Methling, leitender Direktor des Evangelischen Oberkirchenrats, erläuterte den Synodalen die Gründe, warum insgesamt 14 Verwaltungs- und Serviceämter bzw. Kirchenverwaltungen in drei Dienstleistungszentren gebündelt werden: „Sie sind starke Serviceeinheiten, die einheitliche Arbeitsabläufe, Rechtssicherheit, Wissensmanagement und Digitalisierung ermöglichen“, bekräftigte er. Für die Mitarbeitenden der Pforzheimer Kirchenverwaltung ändert sich zunächst wenig: Als Außenstelle bleibt Pforzheim als Standort bestehen und die Mitarbeitenden mehrheitlich im Haus der Evangelischen Kirche verortet.