Stadtsynode beschließt Doppelhaushalt

- 17.07.2026 - 

Evangelische Kirche in Pforzheim nimmt Herausforderungen an

„Dieser Haushalt macht deutlich: Wir sind eins“, betonte Ulrike Klatt, Leiterin der Abteilung Buchhaltung und Finanzen der Evangelischen Kirche in Pforzheim bei der Sitzung der Stadtsynode, die am 9. Juli im Haus der Evangelischen Kirche in Pforzheim stattfand.

Synodenvorsitzender Dietrich Pilz hatte Ulrike Klatt und den Vorsitzenden des Finanzausschusses, Norbert Echle, eingeladen, den Doppelhaushalt 2026/2027 vorzustellen. Der erste Haushalt im Pforzheimer Modell hat es in sich: viele Positionen und am Ende ein planerisches Defizit von 1,2 Mio. Euro „Das ist bitter, nachdem wir in den Jahren zuvor einen ausgeglichenen Haushalt hatten“, betonte Dekanin Christiane Quincke. Gründe für das Defizit sind die gestiegenen Personalkosten durch Neueinstellungen und die geringeren finanziellen Mittel von Seiten der Evangelischen Landeskirche in Baden aufgrund der sinkenden Steuerzuweisungen. Diese strukturellen Veränderungen werden nun in den Blick genommen: „Wir arbeiten weiter und stellen uns in Zukunft neu auf“, sagte Norbert Echle und zeigte schon erste Handlungsmöglichkeiten auf: Die Kosten für Gebäude müssten reduziert werden und die Personalkosten nicht weiter steigen. Daher beschloss die Synode den Haushalt und, dass zukünftige Personaleinstellungen erst nach der Genehmigung des Stadtkirchenrats bzw. des Finanzausschusses möglich sind. 
Personalia waren auch in der Stadtsynode Thema: Gabrielle Schellhammer und Pfarrer Friedemann Zitt wurden in den Finanzausschuss berufen. Sie folgen auf Dagmar Raff, die aus ihrem Amt ausgeschieden ist und Dekaninstellvertreter Malte Dahme, der zum Ende des Jahres nach Frankfurt zieht. Margret Regelmann gratulierten die Synodalen herzlich zur erfolgreich absolvierten Prädikantinnenausbildung.
Gute Nachrichten hatte auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werks, Thomas Lutz, zu vermelden: „Beim Bau der Kita in der Maximilianstraße läuft alles nach Plan.“ Mitte September sollen die Mitarbeitenden der ehemaligen Kitas Pestalozzi- und Maximilianstraße einziehen, voraussichtlich am 21. September dürfen die Kinder in bis zu 5 Gruppen ihre neue Kita erobern.
Neu ist in vielen Bereichen auch das Angebot der Evangelischen Kirche in Pforzheim. Wie eine noch stärkere Profilierung der Themenbereiche gelingen kann und wie auch von der Kirche enttäuschte Menschen angesprochen werden könnten, damit beschäftigte sich der Stadtkirchenrat in seiner Klausur Ende Juni, von der Dekanin Christiane Quincke berichtete. Denn der Fokus sollte eigentlich nicht auf Zahlen liegen, darauf „wie wir die Netze wieder voll kriegen“ wie Schuldekan Daniel Dettling in seiner Andacht zum Text über Simons Fischfang in Lukas 5 betonte. Das Augenmerk der Evangelischen Kirche in Pforzheim sollte auf Jesus und seiner Botschaft liegen: „Er sitzt mit im Boot.“